„Das iPad lädt nicht mehr“, lautete die Diagnose. Das Gerät lag mit angeschlossenem Kabel auf dem Tisch. Tatsächlich: kein Ladesymbol.

Ich folgte dem Kabel. Es führte vom iPad über die Tischkante und endete dort in vollkommener Freiheit. Der Netzadapter lag zehn Zentimeter daneben.

„Ach so“, sagte der Kunde.

Dieser Moment ist im Support wichtiger, als er klingt. Menschen sehen das Kabel am Gerät und ergänzen gedanklich den Rest der Verbindung. Unser Gehirn arbeitet effizient – gelegentlich sogar effizienter als die Stromversorgung.

Natürlich sind nicht alle Ladeprobleme so einfach. Kabel können brechen, Netzteile zu schwach sein, Anschlüsse verschmutzen und Akkus altern. Bei iPhone und iPad sammeln sich gern Fusseln im Ladeanschluss. Der Stecker wirkt dann eingesetzt, erreicht aber keinen sicheren Kontakt. Metallgegenstände gehören zur Reinigung allerdings nicht hinein; damit wird aus einem Fusselproblem schnell eine Reparatur.

Wir steckten den Adapter ein. Das iPad begann sofort zu laden und präsentierte das Batteriesymbol mit einer Spur Überheblichkeit.

Der Kunde lachte und sagte: „Das erzählen Sie aber niemandem.“ Natürlich nicht. Ich schreibe nur allgemein über völlig erfundene Menschen aus einer rein hypothetischen norddeutschen Region.

Tipp des Tages

Die gesamte Stromkette prüfen: Gerät, Kabel, Netzteil und Steckdose. Beschädigte Kabel ersetzen und verschmutzte Anschlüsse fachgerecht reinigen lassen.

Norddeutsche IT-Regel

Strom nimmt selten den letzten Meter aus eigener Initiative.

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