AirDrop ist Apples elegante Antwort auf die Frage: „Wie bekomme ich dieses Foto schnell auf das andere Gerät?“ Die weniger elegante Anschlussfrage lautet: „Auf welches andere Gerät habe ich es gerade geschickt?“
Bei einer Schulung wollte ein Teilnehmer ein Urlaubsfoto an sein iPad übertragen. In der AirDrop-Liste erschienen mehrere Geräte: sein iPad, mein MacBook und ein iPhone namens „Schatzis iPhone“. Er tippte beherzt.
Mein Mac meldete den Empfang eines Fotos. Darauf war der Teilnehmer am Strand zu sehen, ausgestattet mit Sonnenhut, Cocktail und einer Körpersprache, die deutlich mehr Urlaub als Schulungsbereitschaft ausdrückte.
„Das war nicht für Sie“, stellte er fest.
„Das hatte ich gehofft“, antwortete ich.
AirDrop nutzt Bluetooth zum Finden und WLAN für die Übertragung. Das funktioniert schnell und ohne Kabel. In belebten Räumen kann die Geräteliste allerdings unübersichtlich werden – besonders wenn alle Geräte „iPhone“ heißen. Aussagekräftige Gerätenamen helfen. Ebenso sinnvoll ist die Empfangseinstellung „Nur für Kontakte“ statt einer dauerhaften Freigabe für jeden.
Das Foto gelang anschließend auf das richtige iPad. Mein Mac hatte die erste Übertragung abgelehnt, sodass der Urlaub fachgerecht privat blieb.
Tipp des Tages:
Vor dem Senden Gerätename und Empfängerbild kontrollieren. AirDrop nach Gebrauch auf „Nur für Kontakte“ oder „Empfang aus“ stellen.
Norddeutsche IT-Regel:
Erst gucken, dann schicken. Gilt für Pakete, Fotos und peinliche Anhänge.
